diskurs film Verlag
diskurs film - Kompetenz in Medienwissenschaft

df.11 (2010) - Erscheinungstermin: 09.2010

Michael Schaudig (Hg.):

Strategien der Filmanalyse
- reloaded -
Festschrift für Klaus Kanzog

324 S., 100 s/w- u. Farb-Fotos sowie
zahlreiche Zeichnungen, Tabellen u. Schaubilder

ISBN 978-3-926372-11-6

25,50 € [D]

Zum Inhalt:

 

Das Titelsignal ›Strategie‹ meint ein prinzipiengeleitetes, planvoll strukturiertes und ergeb-nisorientiertes Vorgehen. Diese Bedeutung erfüllen die hier versam­melten fünfzehn Beiträge auf unterschiedliche Weise: als medienwissenschaftlicher Grundlagentext, filmhistorische Studie, werkspezifischer Forschungsbericht, exemplarische Filmanalyse mit ästhetischer und dramaturgischer Fokussierung, als rhetorische und narratologische Systematik, filmdidaktischer Zugang oder Praxisbericht. Kenntnisreich behandelt werden dabei nicht nur Spielfilme, vielmehr sind auch der Dokumentar- und Essayfilm einbezogen. Die ›Strategie‹ der einzelnen Beiträge bezieht sich dabei ent-weder auf eine Anleitung zum zielgerichteten Vorgehen oder demons-triert dieses in der Argumentationsstruktur des Beitrags selbst.

Thematisiert werden die ›Medienfrage‹ als wissenschaftsgeschichtliches Phäno­men, die Facetten kommunikativen Handelns in den pragmatischen Prädispositionen der Filmrezeption, die Ästhetik und Dramaturgie narrativer Zeitstrategi­
en, die Serialisierung, die Wechselwir-kungen von Sujet, Politik und Bildästhetik, die medialen Signifizierungsoptionen von Schrift und Bild, die rhetorischen Funk­tionsweisen des Rezipienten-bezugs, die Imagekategorien weiblicher Filmstars, die Bezüge von ästhetischer Theorie und Filmpraxis bei Sergej M. Ėjzenštejn, der Dokumentarstil von Künstlerporträts, ein filmdidaktisches Analysemodell, die historisch-kritischen Möglichkeiten menügesteuerter Film-Kommentierung, ästhe­tische Werkbezüge von Inszenierung und Inszeniertem, die Wechselwirkungen von Kunst und Senderecht sowie eine Reflexion der psychologischen Mechanis­men von ästhetischen Vorprägungen und emotionalen Reaktionen.

 

Vorwort

HELMUT SCHANZE: Film/Fernsehen/Medien/Wissenschaft

KARL N. RENNER: Die Kooperation von ›Sprecher‹ und ›Hörer‹

MICHAEL SCHAUDIG: Narrative Zeitstrategien - Geschehenszeitliche Initialstrukturen und Funktionstypen in der Dramaturgie filmischer Handlungskonzeptionen

HANS KRAH: Erzählen in Folge - Eine Systematisierung narrativer Fortsetzungs-zusammenhänge

URSULA VON KEITZ: Die geschichtliche Zäsur als erzählerische Disruption - Zu Konrad Wolfs DER GETEILTE HIMMEL (1964)

OLIVER JAHRAUS: Erinnerung und Inszenierung - Zu Schrift und Bild als filmanalytischen Kategorien am Beispiel von SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE (2005) und DER UNTERGANG (2004)

HERMANN BARTH: Den Zuschauer mitbedenken! - Filmrhetorische Strategien eines Dokumentarfilms am Beispiel von WHEN WE WERE KINGS (1996)

REINHOLD RAUH: Skandal! Skandal! - Zu einer Theorie des weiblichen Filmstars

ALEXANDER SCHWARZ: Ėjzenštejn und das Geheimnis der chinesischen Meister - Macht und Überwindung binärer Oppositionen

UTE SEIDERER: Künstlerporträts und Kreativitätsparadigmen im Kulturfilm der 1920er und 1930er Jahre - Das Beispiel SCHAFFENDE HÄNDE (1923–1933)

BERNHARD SPRINGER: Filmanalyse für die Praxis in Unterricht, Lehre und Filmdramaturgie am Beispiel von DER UNTERGANG (2004), THE MOTORCYCLE DIARIES (2003) und NAPOLA (2004)

ANNA BOHN: Kritische Filmedition und Kommentierung - Versuch über einen Zwischentitel aus Sergej M. Eisensteins PANZERKREUZER POTEMKIN (1925)

HORST CLAUS: Rembrandt, Almost by Himself - The Use of Paintings in Hans Steinhoff’s Film Biography REMBRANDT (1942)

JOHANNES PROKOPETZ: Tummelplatz der Kuriositäten - Die Begegnung von Kunst und Senderecht am Beispiel eines Fernsehbeitrags zu Paul Celans Gedicht Todesfuge

BERND SCHEFFER: Medien als Passion - Eine Projektskizze mit Blick auf CASABLANCA (1942)


Filmregister

AutorInnenverzeichnis